Verantwortungsbewusst und Standorttreu – HACA Bad Camberg
20. November 2008 | Von Pressemitteilung | Kategorie: Unternehmen, WirtschaftFDP-Landesvorsitzender Jörg-Uwe Hahn besucht Haca-Leitern in Bad Camberg
Mit dem breiten Sortiment an Spezialleitern muss die Lorenz Hasenbach GmbH u. Co. KG keine direkte Konkurrenz aus China fĂŒrchten, doch andere Leiter-Produzenten aus Europa könnten in diesen Bereich der qualitativ hochwertigen Leitern fĂŒr Industrie und Gewerbe drĂ€ngen. Zu erwarten sei, dass die in groĂen StĂŒckzahlen produzierten chinesischen Billigleitern die europĂ€ischen Produkte immer mehr aus den BaumĂ€rkten verdrĂ€ngen. Diese Information erhielt Jörg-Uwe Hahn, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag und des Landesverbandes, von GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Haca-Mitinhaber Klaus Alm bei seinem Firmenbesuch.
Bei der Besichtigung des 80.000 Quadratmeter groĂen FirmengelĂ€ndes am 29. Oktober teilte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Alm mit, dass seine Kunden ĂŒberwiegend in Handwerk, Gewerbe, Industrie und Kommunen zu finden sind. Nach der Wende wurde in den neuen BundeslĂ€ndern viele Funkmasten gebaut, fĂŒr die man hochwertige Leitern und Sicherheitssysteme aus Bad Camberg benötigte. Haca hat einen FallschutzlĂ€ufer entwickelt, mit dem sich Arbeiter an einer Sicherheitsschiene, die an der Leiter befestigt ist, absichern – Ă€hnlich wie sich ein Bergsteiger mit einer Spezialleine einhackt. Europaweit wurden 70.000 solcher CE-zertifizierten Sicherungen verkauft, sagte Alm. Haca sei der MarktfĂŒhrer.
In Bad Camberg werden tausend verschiedene Variationen von Leitern hergestellt. 20.000 Produkte liegen auf Lager, ebenso viel in den 13 AuĂenlagern. Die Leitern bestehen aus Aluminium, Stahl, feuerverzinktem Stahl, Edelstahl, Holz oder Fiberglas. Vor zehn Jahren habe er die Holzabteilung aufgrund von neuen Wettbewerbern mit Dumpingpreisen aus Osteuropa analysiert und verĂ€ndert, schilderte Alm. Zehn Maschinen wurden entfernt und stattdessen ein Bearbeitungszentrum gekauft. So habe er die Kosten um 30 Prozent gesenkt. WĂ€hrend heute die Bearbeitungsanlage Sprossen oder Holme herstellt, kann die gleiche Fachkraft, die fĂŒr die BestĂŒckung und Bedienung der Anlage zustĂ€ndig ist, nebenan auf der alten Leiterpresse des GroĂvaters die Leiter zusammen bauen. Verwendet werde Pitch Pine von der OstkĂŒste Nordamerikas, denn im deutschen Holz seien zu viele Ăste. In der Holzabteilung werden auch Leitern hergestellt, deren Holme aus Fiberglas bestehen, erlĂ€uterte Alm. Dieses Material ist zwar schwerer als Alu, doch bei Frost bleibt nicht die Haut daran kleben. Fiberglas, das zu 80 Prozent aus Glas und zu 20 Prozent aus Kunststoff besteht, ist auĂerdem stabiler als Alu.
Viele der Leitern werden aus Stahl manuell zusammen geschweiĂt. GegenĂŒber einem SchweiĂroboter könne ein Mensch punktuelle Schwachstellen beim SchweiĂen ĂŒberbrĂŒcken, meinte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Klaus Alm. Heute werde der Stahl gepulvert, frĂŒher musste nass lackiert werden, sagte Klaus Alm. Das 1888 gegrĂŒndete Unternehmen beschĂ€ftigt derzeit 100 Mitarbeiter. âIch habe noch nie einen Kredit aufgenommen”, erklĂ€rte Klaus Alm nicht ohne Stolz.
Auf Frage von Jörg-Uwe Hahn nach den Auswirkungen der Rezession im Baugewerbe sagte Klaus Alm, Haca spĂŒre die Auswirkungen zeitversetzt und werden erst im Laufe des
