Ver.di erfolgreich im Tarifstreit mit der Post
3. Mai 2008 | Von bruni | Kategorie: Arbeitsmarkt, Gesundheit, Headlines, Jugend, Regionales, Unternehmen, WirtschaftStefan Schneider, Vorsitzender des Ortsvereins Limburg, bewertete in seiner Rede zum diesjĂ€hrigen 1. Mai in Limburg den Tarifabschluss mit der Deutschen Post als vollen Erfolg fĂŒr die BeschĂ€ftigten. Die massive Kampfbereitschaft der Gewerkschaft hĂ€tte die Post zum Einlenken bewegt. Das von der Post zunĂ€chst vorgelegte Angebot bezeichnete Schneider als “Skandal und Provokation” von “Marionetten, die man Vorstand nennt”. Stefan Schneider rechnete vor, dass die Deutsche Post AG ihre Gewinne von 2006 3,2 Milliarden Euro bis 2008 auf voraussichtlich 4,2 Milliarden steigern werde. Getreu nach dem Motto, “wir schmeiĂen 10% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter raus, die verbleibenden arbeiten 10% mehr und verzichten nach ArbeitszeitverlĂ€ngerung auf 6% Lohn und Gehalt. Im Gegenzug erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2% mehr”, sei das ursprĂŒngliche Angebot gestrickt gewesen. Auf Kosten der Belegschaft sollten so 500.000 Euro eingespart, 12.500 Menschen gefeuert werden. Der hohe Organisationsgrad der Gewerkschaft von 75% und die hohe Streikbereitschaft (93,1% stimmten in der Urabstimmung fĂŒr Streik), hĂ€tten das nunmehr ĂŒberwiegend positive Ergebnis bewirkt. Als Kröte, die zu schlucken gewesen sei, bezeichnete Schneider die Reduzierung der Pausenzeiten. Herbe und bittere Worte fand Schneider fĂŒr den ehemaligen Postchef Zumwinkel. Der “AnfĂŒhrer” der “Marionetten”, dessen Skrupellosigkeit in umfangreichen Schwarzgeldkonten ende, werde sich “wohl mit ein paar Peanuts frei kaufen”. Etwas befremdlich hob Stefan Schneider auf die BesitzverhĂ€ltnisse der Deutschen Post AG ab. 40,6% der Aktien institutioneller Anleger seien in der Hand US-Amerikanischer Investoren, 22,2% in britischem, 16,1 in deutschem Besitz und 6% in privater Hand. Die “ĂŒberwiegend auslĂ€ndischen EigentĂŒmer” seien nur an Rendite und nicht an den Menschen interessiert. Renditeinteresse ist jedoch kein spezifisches Merkmal “auslĂ€ndischer” Aktienbesitzer, sondern dem Aktienmarkt, unabhĂ€ngig von “nationalen Interessen” immanent. Solcherart Zungenschlag fĂŒhrt in gefĂ€hrliche NĂ€he zum Rechtspopulismus. Stefan Schneider begrĂŒĂte die Anwesenden Politiker der SPD, Dr. Frank Schmidt, den Vertreter der Partei die Linke, Raimund Bennack und den Vertreter der CDA, Lothar Leinz, sowie die anwesenden Betriebs- und PersonalrĂ€te. Zur Bilder Gallery zum 1. Mai 2008
- Stefan Schneider, Ver.di Vorsitzender, Limburg
- Partei die Linke – Aktivisten
- Gute Unterhaltung ĂŒberall
- ETLOH, Rockgruppe aus Elz, Classic Rock am 1. Mai
- Bernd Steioff (SPD), Landratskandidat des OppositionsbĂŒndnis aus GrĂŒnen und Partei die Linke und andere, 2007
- Kundgebungsteilnehmer bei 1. Mai 2008, Limburg
- Partei die Linke bei 1. Mai Demo
- Kaltes Buffet und Kaffe und Kuchen am 1.Mai







