Pfaff: Chance für Schüler und Schule wird vom Ministerium vertan

22. August 2008 | Von sissi | Kategorie: Jugend, Regionales

Kultusministerium unterstützt die Weiterführung des Trainingsraumsprogramm an der Taunusschule nicht

Mit großer Enttäuschung hat die heimische Landtagsabgeordnete Hildegard Pfaff (SPD) die Aussage von Kultusminister Banzer (CDU) entgegen genommen, dass das Kultusministerium die Fortführung des Trainingsraum-Programms an der Taunusschule nicht durch eine Stundenzuweisung unterstützen wird. Die Weiterführung des Programms ist damit nicht mehr gesichert. Der Schulelternbeirat der Taunussschule hatte die heimische Landespolitikerin um Unterstützung ihres Anliegens gebeten, das „Trainingsraum-Programm für eigenverantwortliches Denken und Handeln“ durch eine feste Stundenzuweisung durch das Kultusministerium dauerhaft installieren zu können. Pfaff hatte sich darauf hin an Kultusminister Banzer gewandt und darum gebeten, eine solche Stundenzuweisung zu überprüfen, und der Taunusschule, die als eine Pilotschule im Landkreis das Trainingsraum-Programm durchführt, eine Planungssicherheit für den Bestand des mit großem Erfolg durchgeführten Konzeptes zu geben. „Das extra ausgebildete Lehrerteam engagiert sich in hohem Maße für dieses Projekt, das einen entscheidenden Beitrag zur Gewaltprävention an der Schule darstellt. Zur dauerhaften Installierung wäre eine Stundenzuweisung von 20 Stunden zusätzlich zur regulären Unterrichtsversorgung nötig“, so Pfaff. Leider werde das Kultusministerium dieser Stundenzuweisung nicht nachkommen. Der Kultusminister habe ihr mitgeteilt, dass das Staatliche Schulamt in den Jahren 2005 bis 2008 einen Modellversuch für dieses Konzept ermöglicht habe, an dem die Taunusschule seit dem Schuljahr 2005/2006 teilgenommen habe. Wenn die Schule das Trainingsraumprogramm über diesen Zeitraum hinaus fortführen wolle, müsse sie es aus ihren eigenen, im Rahmen des Schulbudgets zugewiesenen Ressourcen finanzieren, so Banzer in seinem Schreiben an Hildegard Pfaff. „Es ist äußerst bedauerlich, dass der Kultusminister eine Schule, die mit einem solch großen Engagement und einem sichtbaren Erfolg ein solches Modellprojekt durchführt, bei dem Wunsch zur Weiterführung im Regen stehen lässt. Die Chance, Schüler, Lehrer und Schule dabei zu unterstützen, die Qualität des Unterrichts weiter zu verbessern, wird dadurch vertan“, gibt Pfaff ihrer Enttäuschung Ausdruck. „Die pädagogischen Fachkräfte sorgen schon jetzt durch freiwillige Mehrarbeit dafür, dass das Trainingsraum-Konzept aufrecht erhalten werden kann. Ohne zukünftige Unterstützung durch das Kultusministerium wird der Weiterbestand von der Schule kaum zu schultern sein“.

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