Die Tochter einer deutschen Waffenschmiede …
22. Februar 2008 | Von bruni | Kategorie: Internationales, UnternehmenDie Bundesregierung bestĂ€tigt in ihrer Fragestunde vom 20.2.2008 auf Anfrage (Frage 24) des GrĂŒnen Bundestagsabgeordneten Christian Ströbele indirekt die Zusammenarbeit der US-Tochter des deutschen Waffenherstellers Heckler&Koch mit der im Irak als gemeingefĂ€hrlich geltenden Söldnertruppe der Firma “Blackwater”. Ströbeles Anfrage bezog sich auf einen entsprechenden Bericht des ARD Magazins Report.
Das Magazin hatte berichtet, dass Heckler&Koch und Blackwater auf dem Gebiet der Waffenproduktion kooperieren wollen. Heckler&Koch beliefert auch die Bundeswehr. Die Bundesregierung dementiert in der ihr eigenen Art zwar, jedwede direkte GeschĂ€fte gemÀà der Ausfuhrbestimmungen und des Kriegswaffenkontrollgesetzes genehmigt zu haben, bestĂ€tigt aber indirekt, dass solche GeschĂ€fte gemacht werden: “Die Zusammenarbeit der US-Tochter der Firma Heckler & Koch mit dem US-Unternehmen Blackwater unterliegt allein dem US-Recht und nicht dem deutschen Kriegswaffenkontrollrecht bzw. AuĂenwirtschaftsrecht, da dieses nur auf deutschem Territorium anwendbar ist.”
Dazu Christian Ströbele:
“Ăber solche Praktiken deutscher Hersteller von Waffen und KriegsgerĂ€t zur Umgehung geltender Ausfuhrbestimmungen muss die Bundesregierung nun rĂŒckhaltlos aufklĂ€ren, um Regelungs- und Kontroll-Defizite zu erkennen sowie den Waffenvertrieb zum Einsatz auch in Krisengebieten zu verhindern.”