Brecher Apfelschorle ist Produkt einer verlÀsslichen Partnerschaft zwischen Schule und Firma Hoppe

22. August 2008 | Von sissi | Kategorie: Unternehmen, Wirtschaft

„Apfelschorle hat noch gefehlt und ist up to date”, so kurz zusammengefasst das Credo bei der EinfĂŒhrung in der Aula der Schule auf das neue Produkt aus Niederbrechen entstanden aus unternehmerischer Idee und der Kooperation zwischen Schule und Kelterei Hoppe. AnlĂ€sslich einer Vernissage hatte die Schulleitung zur Vorstellung des Kooperationsproduktes Apfelschorle und zur PrĂ€mierung und Belobigung aller EtikettenentwĂŒrfe, SchĂŒlerarbeiten, die in den vergangenen Monaten im Kunst- und Arbeitslehreunterricht entstanden sind, eingeladen.

Namhafte Persönlichkeiten aus der Gemeinde und Region wie die Stellvertretende Vorsitzende des Hotel- und GaststĂ€ttenverbandes Friedrich aus Lindenholzhausen waren der Einladung gefolgt oder ließen sich wie Landrat Michel schriftlich entschuldigen. Alle gaben ihrer Anerkennung und ihren UnterstĂŒtzungswillen zum Ausdruck.

Im fĂŒnften Jahr des Apfelbörsenprojekts ist fĂŒr die Partnerschaft zwischen der Schule im Emsbachtal, den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern der Gemeinde Brechen und der Firma Hoppe in ein weiteres Kapitel aufgeschlagen worden. Nachdem in den ersten beiden Jahren das Naturprodukt, die Äpfel, ihre Ernte und die Herstellung von Most und die Verkostung im Vordergrund standen, stellten die SchĂŒler in den beiden darauffolgenden Jahren unter Anleitung verschiedener Pomologen, wie die Fachleute genannt werden, die Pflege und Erneuerung einiger StreuobstbestĂ€nde in den Mittelpunkt ihrer Arbeit im Apfelprojekt.

Seit etwa einem Jahr nun stand die Vermarktung eines neuen Produkts „Der Brecher Apfelschorle” auf dem Projektprogramm wĂ€hrend des Arbeitslehre- und Kunstunterrichts. Dabei waren sowohl notwendige Informationen fĂŒr den Verbraucher als auch eine ansprechende kĂŒnstlerische Gestaltung fĂŒr die Gestaltung der Etiketten die vorrangige Arbeit fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler. Mit dem Inhaber der Firma Hoppe, Johannes Hoppe gab Schulleiter Steioff einen anregenden RĂŒckblick ĂŒber die Kooperation wĂ€hrend der vergangenen fĂŒnf Jahre.

Steioff dankte namentlich Johannes Hoppe fĂŒr die hervorragende Zusammenarbeit der vergangenen fĂŒnf Jahre, aber auch dem Kollegen Guntram Schmitt, der fĂŒr das Projekt verantwortlich zeichnet und seinen Mitstreitern Hausmeister Armin Gebhard sowie den Kolleginnen Alexandra Feik, Heike Nedved und Kollege Thomas Neuhoff, die besonders fĂŒr die Vorbereitung der Vernissage und ihrem Gelingen Verantwortung trugen. Rektor Steioff und Johannes Hoppe gaben allen Anwesenden mit zu bedenken, dass durch Neuanpflanzung und Pflege der bestehenden StreuobstbestĂ€nde die fĂŒr Hessen typische Kulturlandschaft um die StĂ€dte und Dörfer erhalten und ökologisch verbessert wird.
Dieses stehe zwar nicht explizit im Lehrplan sei aber wichtig fĂŒr eine gesunde Umwelt und diese sei wichtiger als manches was im Lehrplan stehe. So zum Beispiel wĂŒrden alte Kulturtechniken der Most-Kelterei mit neuem Leben erfĂŒllt werden und als Kenntnisse und Fertigkeiten an die nĂ€chste SchĂŒlergenerationen weitergegeben. Der Spaß an gesunden und selbst hergestellten ApfelgetrĂ€nken vertiefe den Bezug zu den regionalen Erzeugnissen.

Aus der konkreten Arbeit mit Streuobstwiesen und in der Kelterei entstehen Verantwortlichkeiten, die Einstellungen und Bewusstsein von SchĂŒlern und Lehrern verĂ€ndern. Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Fachleuten öffnet dabei auch fĂŒr andere Schulen neue Horizonte.
Auch Landrat Michel ist vom Apfelprojekt sehr angetan und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit, wie er in seinem Schreiben mitteilte. Immerhin ist auch der Landkreis Limburg-Weilburg schon seit 2005 Mitglied im Förderkreis des Streuobstwiesenverbands. Der Landrat wĂŒnschte der Veranstaltung und der Zusammenarbeit zwischen Schule und Firma weiterhin viel Erfolg. Auch andere Teilnehmer der Vernissage sahen die Nachhaltigkeit dieses Projektes bestĂ€tigt. Als Vertreter des BĂŒrgermeisters Schlenz wĂŒnschte der Erste Beigeordnete Werner Otto (SPD) der Veranstaltung und der weiteren Zusammenarbeit zwischen Schule und Firma Hoppe zum Wohl der ganzen Gemeinde alles Gute.

Frau Martina Adams aus Weilburg, die erst im vergangene Jahr die Pflanzaktion der neuen Streuobstwiese um das neue Kultur- und Sportzentrum als Fachfrau beratend begleitet hatte, stellte der Arbeit der Kooperationspartner ein großes Lob aus. Das Projekt diene nicht nur allen Beteiligten zur Wissenserweiterung, sondern dient auch dem Erhalt des Artenreichtums und der Sortenvielfalt. Solche Projekte brauche nicht nur die Region im Goldenen Grund noch mehr, sondern alle heimischen Regionen.
Gerd Zimmermann Vorsitzender des BUND Limburg-Weilburg sprach seine Anerkennung aus und wĂŒnschte, dass auch in Zukunft die alten BĂ€ume gepflegt werden und nicht nur neue BĂ€ume gepflanzt wĂŒrden. Wulf Schneider, der 1. Vorsitzende des Streuobstkreises Mittlere Ems, dem auch die Schule im Emsbachtal angehört, hatte ein besonderes Apfelprodukt mitgebracht,
und prÀsentierte gemeinsam mit Johannes Hoppe zum Empfang aller erwachsenen GÀste einen Apfelsekt.

„Auch dieser Apfelsecco stammt aus der Produktion der Firma Hoppe und damit aus der Region um Niederbrechen”, so Schneider, der gleich von vielen Anwesenden auf die gute QualitĂ€t und die Kaufmöglichkeit angefragt wurde. Es sind die Produkte der Region aus dem Goldenen Grund, die durch verstĂ€rkte Nachfrage die Nachhaltigkeit unterstreichen und damit auch die Region stĂ€rken. Bei der Vorstellung der SchĂŒlerarbeiten gingen Johannes Hoppe und Rektor Steioff nicht nur auf die prĂ€mierten 25 SchĂŒlerarbeiten ein, die nun ausgestellt wurden, sondern beide sprachen allen teilnehmenden SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern einen besonderen Dank fĂŒr ihre großartigen Ideen aus.

Auf diese Ideensammlung ging auch Julia Beltz, Grafikerin aus Wiesbaden beim anschließenden Rundgang ein. Sie schuf mit der Endredaktion des Etiketts eine Kreation, die, wie sie sagte „nur durch die Anregungen und kĂŒnstlerischen Ideen der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler so habe zustande kommen können!”
Auch Keltereiinhaber Johannes Hoppe sprach abschließend dem gesamten Kollegium und speziell an die Adresse von Herrn Guntram Schmitt und den Kunstkollegen noch einmal seinen Dank aus und gab der Hoffnung Ausdruck, dass in Zukunft nicht nur im schuleigenen Kiosk die Apfelschorle vertrieben werden.

Sascha Kurz, Chef des Brecher Gewerbevereins lobte stellvertretend die Schulleitung und die Firma Hoppe und stellte die Forderung auf: „Wenn sich die Firma Hoppe rund um die Hallen engagiert, muss sie kĂŒnftig auch in der Kulturhalle vermarktet werden”!

Das sahen auch die anderen anwesenden Gemeindevertreter Àhnlich.

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