AnkĂŒndigung Neuerscheinungen bei Archiv Jungendkulturen
11. April 2008 | Von bruni | Kategorie: Buch und Film, JugendKlaus Farin: Ăber die Jugend und andere Krankheiten.
Essays und Reden 1994-2008
April 2008, 130 Seiten, Hardcover mit LesebÀndchen, 12 Euro,
ISBN 978-3-94021-342-6
Der Band erscheint Ende April zum 50-jĂ€hrigen Geburtstag des Autors bzw. zum 10-jĂ€hrigen JubilĂ€um des Archiv der Jugendkulturen am 18. Mai und enthĂ€lt VortrĂ€ge, Kommentare und andere BeitrĂ€ge des GrĂŒnders des Archiv der Jugendkulturen zu zentralen Themen seiner Arbeit wie der Mediendarstellung von “JugendÂ, Rechtsextremismus, Jugend(gewalt)kriminalitĂ€t, Jugendkulturen & Drogen sowie eine EinfĂŒhrung in die Prinzipien und praktische Arbeit des Archiv der Jugendkulturen, dessen Motto nicht zufĂ€llig lautet:
“Wer sich auf die RealitĂ€t einlĂ€sst, muss die beruhigende Eindeutigkeit aufgeben.”
Hollow Skai: PUNK
Versuch der kĂŒnstlerischen
Realisierung einer neuen Lebenshaltung
Mai 2008, 272 Seiten, 168 Abbildungen, Hardcover,
28 Euro, ISBN 978-3-94021-341-9
Punk war mal mehr als nur Musik, mehr als nur GeschĂ€ft, mehr als der uniformierte Ausdruck einer neuen Jugendkultur. Daher geht es hier auch nicht um die ErklĂ€rung des Punk-PhĂ€nomens, sondern die hier vorliegende, erstmals 1981 im Sounds-Verlag veröffentlichte und um ein paar “Bonus Tracks” ergĂ€nzte “wissenschaftlich/literarische KuriositĂ€t” (Augsburger Allgemeine) versteht sich zugleich als Manifest gegen die Monarchie des Alltags und als quasi-Laudatio auf den groĂen Nordstadt-Schwindel.
“Hollow Skai gilt als einer der ganz wenigen Leute, denen es gelungen ist, dem Monopol der multinationalen Medienkonzerne und ihrer kulturindustriell normierten Produkte eine Nische abzuringen, in der das ‘neue LebensgefĂŒhl’ seinen kulturellen Niederschlag finden kann.” Michael O. R. Kröher
IG Dreck auf Papier (Hrsg.): Keine Zukunft war gestern.
Punk in Deutschland 1976-?
Juli 2008, 280 Seiten, 300 Abbildungen, Hardcover, 28 Euro,
ISBN 978-3-94021-345-7
“Keine Zukunft war gestern” zeichnet die Entwicklung des Punks in Deutschland nach. Das geschieht u. a. durch Essays, Interviews und biographische PortrĂ€ts von (Ex-)Punks, vor allem aber durch die Dokumentation von Fotos, Fanzineartikeln, Songtexten, Platten- und Tapecover und anderen Szene-Erzeugnissen. Besondere Aufmerksamkeit genieĂen dabei die Themen D.I.Y. (“Do It Yourself”) vs. Kommerzialisierung, Punk in den Massenmedien, Entstehung von Hardcore und die massive kommerzielle Verwertung von Punkrock ab Mitte der 90er Jahre. Die Hrsg. und AutorInnen sind bzw. waren selbst als Fanzine-MacherInnen bzw. Band-Mitglieder in der Punk-Szene aktiv.
Katrin Klitzke / Christian Schmidt (Hrsg.): Street Art.
Legenden zur StraĂe
Juli 2008, ca. 200 Seiten, GroĂformat 196 x 249,
ca. 300 durchgÀngig farbige Abbildungen, gebunden,
28 Euro, ISBN 978-3-94021-344-0
Ăber Street Art wurde in den letzten Jahren viel geschrieben, sowohl von der Perspektive auĂerhalb als auch innerhalb der Szene. “Street Art. Legenden zur StraĂe” versucht durch eine Kooperation zwischen aktiven Street Artists und beobachtenden WissenschaftlerInnen, erstmals beide Sichtweisen miteinander zu verschrĂ€nken. WĂ€hrend KĂŒnstlerInnen ihre Erfahrungen und Geschichten von der StraĂe in Form von literarischen und grafischen BeitrĂ€gen verarbeiten, machen ForscherInnen aus verschiedenen Disziplinen in Form von Essays dieses popkulturelle PhĂ€nomen vor seinem gesellschaftlichen, politischen, historischen und kulturellen Kontext fĂŒr AuĂenstehende verstĂ€ndlich. Die Publikation bietet damit “Legenden zur StraĂe” im doppelten Sinne: zum einen als erzĂ€hlerische “Legenden” vom Arbeiten der Street Artists auf der StraĂe und zum anderen als erklĂ€rende “Legenden” zum besseren VerstĂ€ndnis dieser illegalen Eingriffe in die urbane Ăsthetik.
Uta Beth/Anja Tuckermann: “Heimat ist da, wo man verstanden wird.”
Junge VietnamesInnen in Deutschland
Juli 2008, 340 Seiten, 67 Abbildungen, durchgÀngig in Farbe, 25 Euro, ISBN 978-3-94021-343-3
“FĂŒr gewöhnlich hat jeder Mensch nur eine Heimat. Aber schon seit langem ist mir bewusst geworden, dass ich in zwei verschiedenen Welten lebe. Und es gibt Tage, an denen ich nicht genau sagen kann, wohin ich eigentlich gehöre – ein Konflikt, in welchem ich mich zwischen zwei Welten zu entscheiden habe … Bin ich eine Vietnamesin oder doch mehr eine auslĂ€ndisch aussehende Berlinerin? Einerseits bin ich stolz darauf, eine Vietnamesin zu sein, andererseits habe ich mir auch die MentalitĂ€t einer Berlinerin angeeignet und kenne Berlin wie meine Westentasche. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich eine Vietlinerin bin und bleiben möchte. Ich verbinde diese zwei Welten in mir und mache sie mir zu meiner eigenen IdentitĂ€t.” Nhu Quynh Nguyen Thi
RĂŒdiger Rossig: Ex-Yugos.
Junge MigrantInnen aus Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten in Deutschland
Juli 2008, 171 Seiten, 139 Abbildungen, 20 Euro,
ISBN 978-3-94021-346-4
Seit dem Ende Jugoslawiens 1991 beschĂ€ftigt der zerfallende Staat den Westen und besonders Europa: Krieg in Slowenien, Krieg in Kroatien, Krieg in Bosnien, der Krieg der Nato gegen Serbien wegen Kosovo … und immer wieder: FlĂŒchtlinge. RĂŒdiger Rossig, Redakteur der Berliner tageszeitung und der englischsprachigen Monatszeitung The German Times, lebte in den 90er Jahren als Mitarbeiter von UN und OSZE in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Der studierte Balkan-Historiker analysiert die HintergrĂŒnde des Konfliktes, erzĂ€hlt aber vor allem von den vielfĂ€ltigen sub- und jugendkulturellen BlĂŒten im einstigen Jugoslawien. Er berichtet, wie die ersten “Jugos” als “Gastarbeiter” nach Deutschland kamen und zugleich Rockmusik und damit westliche Popkultur die jugoslawische Jugend eroberte, wie schlieĂlich aus Jugos Bosnier, Kroaten, Serben, vor allem aber Deutsche wurden und aus Deutschen Jugos, und portrĂ€tiert zahlreiche junge, kulturschaffende (Ex-)Jugos in der Bundesrepublik Deutschland.
Gilbert Furian/Nikolaus Becker: Auch im Osten trÀgt man Westen.
Punks in der DDR und was aus ihnen geworden ist
3. Auflage 2008, 140 Seiten, 118 Abbildungen, 15 Euro,
ISBN 978-3-94021-305-1
Im Sommer 1982 fĂŒhrte Gilbert Furian mit sieben Ostberliner Punks Interviews ĂŒber Punk und Politik, Musik und Liebe, Arbeit und Anarchie. Das ResultĂ€t, 20 Blatt A4, verteilte er 90x in Ost- und 1x in Westberlin. Ein Vergehen, das ihm schlieĂlich eine Verurteilung zu 2 Jahren und 2 Monaten GefĂ€ngnis einbrachte. Dieses Buch dokumentiert die damaligen GesprĂ€che, die folgenden AktivitĂ€ten der Stasi und erneute GesprĂ€che mit den Punks von damals – 18 Jahre spĂ€ter.
“Ein famoses Buch, das mehr ĂŒber die DDR aussagt, als es zehn Jahre Geschichtsaufarbeitung je tun könnten.” Iron Pages