Vom Ende der Menschheit

Weisman, Die Welt ohne uns

Weisman, Die Welt ohne uns

Die Welt ohne uns
Alan Weisman, Pieper Verlag, ISBN 978-3-492-25305-5, 9,95 €

Weisman kommt in seinem Buch „Die Welt ohne uns” zu dem schlüssigen Fazit, die „Erde könne ohne uns sein, wir aber nicht ohne sie”. Im Fokus stehen die von Menschen, unserer Lebensweise, verursachten Schäden an der Umwelt. Sollten die Menschen dereinst als Art ausgestorben sein, was ist die Hinterlassenschaft? Die gute Nachricht ist: Das Leben geht vermutlich weiter – die schlechte, wir sind auf dem besten Wege uns selbst ein Bein zu stellen.

In seinem Streifzug durch die Wirkungen der Industriegesellschaft lässt Weisman kaum eine dunkle Seite unseres Tuns aus, ohne allerdings moralinsauer mit dem erhobenen Zeigefinger in die Luft zu stechen. Noch eine gute Nachricht. Sie lautet: Noch hat uns die Technik nicht umgebracht, so Nick Bostrom, der, wenn er nicht gerade seine Weltungergangsdaten aktualisiert, damit beschäftigt ist, darüber nachzudenken, wie sich die menschliche Lebenserwartung verlängern lässt. „Doch” folgt man Bostrom, so wird „die Menschheit eher an neuen Technologien aussterben, als an Umweltzerstörung”, zitiert Weisman.
Weisman ruft dazu auf, zu träumen. Und wenn wir schon träumen, warum dann nicht davon, wie die Natur der Erde zu ihrem Recht kommen könnte, ohne dass wir abtreten müssen.
Empfehlung: Lesen!